Fahrt nach Oberschleißheim in Bayern 2023

Tag 1 - Samstag

Samstagmorgen beluden wir den Bus „Helmut“ mit unseren Instrumenten und Reisetaschen, um pünktlich um 6:30 Uhr mit unserem Busfahrer Lutz Richtung Süden zu starten.

Obwohl es für uns alle noch sehr früh war, konnte man die Vorfreude auf die anstehenden Tage und das Wiedersehen der Schleißheimer Schloßpfeiffer im gesamten Bus spüren.

Nach ca. einer halben Stunde im Bus riefen wir Netti, eine Flötenspielerin der Schloßpfeiffer, an und berichteten, dass wir gut gestartet sind und in ca. 7 Stunden in Oberschleißheim ankommen werden.

Bei bestem Reisewetter machten wir unterwegs 3 Pausen, damit wir ein bisschen Bewegung bekamen und unsere Nachwuchsmusiker bei Laune halten konnten.

Mit an Bord von „Helmut“ waren 3 4-jährige, 2 2-jährige und ein 2 Monate alter Nachwuchsmusiker.

Als wir unsere 3. Pause einlegten, trafen wir auf unseren Himpi, der nicht mit uns aus Langenstein gestartet ist, da er in der Nähe von Frankfurt wohnt. Ab da folgte er uns bis nach Oberschleißheim.

Am Vereinsheim der Schleißheimer Schloßpfeiffer angekommen, wurden wir bereits herzlichst begrüßt, luden unsere Instrumente aus und fuhren dann weiter zu den Unterkünften.

Einige Musiker von uns schliefen nur ein paar 100 Meter vom Vereinsheim entfernt in einer Turnhalle. Die Familien mit Kindern übernachteten in einer Jugendherberge in Dachau.

Nachdem alle ihre Unterkünfte bezogen hatten, trafen wir uns mit den Schleißheimer Spielleuten am Abend zum Grillen und zum Austausch, Singen und Schwingen.

Wir wurden bestens mit selbstgebackenen Broten, Kartoffelsalat, Fleisch und Würsten versorgt und konnten so den ersten Tag unserer Reise nach Oberschleißheim ausklingen lassen.

 

Tag 2 - Sonntag

Am Sontag trafen wir uns zusammen mit den Schleißheimer Spielleuten abmarsch bereit am Vereinsheim in Uniform, nach einem gemeinsamen Frühstück im Pfarrhaus.

Unser Busfahrer Lutz brachte uns mit „Helmut“ in die Nähe des ortsansässigen Alten- und Pflegeheims. Dort spielten wir, nach einem kurzen Aufmarsch, abwechselnd mit den Schleißheimer Schloßpfeiffern für die Bewohner. Diese freuten sich über unser gemeinsames Musizieren.

Anschließend gab es einen kurzen Umzug durch den Ort zum Kirchplatz von St. Wilhelm, wo uns der Bürgermeister und der Pfarrer empfingen und wir für sie und die Schaulustigen spielten.

Danach marschierten wir zurück zum Pfarrhaus, wo wir alle gemeinsam zu einer typisch bayrischen Brotzeit mit Brezeln und Weißwurst zusammenkamen. Gestärkt davon brachten wir die Instrumente wieder ins Vereinsheim.

Am Nachmittag besuchten wir die Schloßanlage in Oberschleißheim.

Mit ein paar Schleißheimer Spielleuten und unserem ganz persönlichen Reiseleiter Flo, der der 1. Vorsitzende der Schleißheimer Schloßpfeiffer ist, erkundeten wir die Parkanlage. Dort kam der Spaß nicht zu kurz: Neben großartigen Fotos, unter anderem auch aus der Luft dank Drohneneinsatz von Pascal, stellten wir im Park einige Szenen von Harry Potter nach.

Von Flo und Stefan, Tambourmajor der Schleißheimer Musiker, bekamen wir viele interessante Fakten zu hören. Selbst bei Fragen von unserer Seite, die die beiden nicht sofort beantworten konnten, recherchierten sie im Internet, um unseren Wissensdurst zu stillen.

Zum Abschluss kehrten wir in einer Pizzeria ein und aßen gemeinsam zu Abend.

Anschließend gingen wir zum Vereinsheim und vertrieben uns die Zeit gesellig mit den Schleißheimern bis Lutz und „Helmut“ ankamen, die unsere Jugendherbergler zur Unterkunft brachten. Die restlichen Langensteiner gingen zur Turnhalle zurück und spielten noch Fußball und Volleyball, bis alle müde auf die Feldbetten fielen.

 

Tag 3 - Montag

Auch am Montag ging es für uns wieder früh aus den Betten.

Pünktlich um 8:00 Uhr standen wir vor dem Pfarrhaus, um mit den Schleißheimern zu frühstücken.

Wie am Morgen zuvor gab es eine große Auswahl an Brötchen, Brot, Wurst, Käse und Marmelade. Auch gekochte Eier, selbst gebackener Kuchen und Obst standen für uns bereit, damit wir gut gestärkt in den Tag starten konnten.

Um 10:00 Uhr trafen wir uns gemeinsam am Vereinsheim, um München unsicher zu machen.

Am 3. Tag unserer Reise war genug Zeit für kulturelle Sachen vorgesehen. So fuhren wir mit Netti und Flo nach München in die Stadt hinein. Vom Bus aus sahen wir unter anderem die Allianz Arena bei Tag, die BMW-Welt und den Olympia-Park. Einen Zwischenstopp legten wir bei Schloss Nymphenburg ein und schauten uns dort die Parkanlage an. Weiter ging es an vielen Sehenswürdigkeiten und vor allem Baustellen vorbei, wodurch sowohl Flo als auch Lutz kräftig improvisieren mussten, um uns dennoch vieles zeigen zu können.

Zum Mittagessen führte uns Flo ins Hofbräuhaus, wo es eine deftige Mahlzeit für uns gab.

Nachdem uns Lutz wieder sicher zum Vereinsheim gebracht hatte, machten wir uns alle für DAS Münchner Oktoberfest fertig.

In Dirndl und Lederhose machten wir uns zusammen mit den Schleißheimern auf den Weg nach München auf die Wiesn.

Für uns Spielleute vom Dorf war das ein kleiner Kulturschock. So viele Menschen sind wir von unseren Volksfesten nicht gewohnt. Zum Glück hatten wir auch hier unseren Flo, der uns durch das Getümmel vor und auf dem Festgelände zu unseren Sitzplätzen im „Armbrustschützen“-Zelt führte.

Im Zelt wurden wir unter anderem mit Käsespätzle, halben Wies‘n-Hendl und Schweinebraten versorgt und natürlich der obligatorischen Mass Bier.

Einigen, vorallem unseren jüngeren Spielleuten, war es im Zelt zu voll. Sie gingen raus in den Biergarten des Zeltes oder schauten sich das restliche Festgelände mit vielen Fahrgeschäften an, die bei Nacht ein herrliches Schauspiel boten.

Nach dem Essen und einigen Mass Bier wurde die Stimmung im Zelt ausgelassener und es zog die Feierfreudigen stehend auf die Bänke.

Zu fortgeschrittener Stunde gab es ein Highlight für uns Langensteiner: unser langjähriges und auch dienstältestes Mitglied Adolf durfte im Festzelt das Orchester mit dem Titel „Alte Kameraden“ dirigieren.

Das war ein ganz besonderer Moment für ihn und uns. Stolz waren wir auf unseren Dolfi, der vor einem Publikum von 7500 Menschen seinen großen Auftritt sichtlich genoss und sogar Freudentränen waren in vielen Augen zu sehen.

Müde und erschöpft von all den vielen Eindrücken fuhr uns Lutz vorbei an der beleuchteten Allianz Arena wieder zu unseren Unterkünften, wo alle in ihre Betten fielen.

 

Tag 4 - Dienstag

Am letzten Tag, nach einem ereignisreichen Montag und einer eher kurzen Nacht, trafen wir uns ein letztes Mal mit den Schleißheimern zum Frühstück.

Mit ein bisschen Proviant für die Heimreise, beluden wir den Bus wieder mit unseren Instrumenten und unserem Gepäck.

Zum Abschied bekam jeder von uns Langensteinern ein Lebkuchenherz vom Oktoberfest von den Schleißheimern und das Versprechen, dass wir uns bald wieder sehen werden. So ein herzlicher Abschied, wo sich extra noch einmal viele der Schleißheimer zu ihrem Vereinsheim aufmachten und uns Langensteiner verabschiedeten!

Nach kurzer Fahrt war es schon recht ruhig im Bus und bei einigen fielen die Augen von allein zu.

Nach ¾ der Strecke wurde das Wetter schlechter. Es fing zu stürmen und zu regnen an, aber „Helmut“ und Lutz brachten uns sicher nach Langenstein zurück.

Auch wenn unsere Musik nicht ganz den Geschmack von Lutz getroffen hat, hat auch ihm die Fahrt gefallen und er würde gern wieder mit uns auf Reisen gehen. „Ihr seid eine tolle Truppe.“ sagte er zum Abschied.

Wir bedanken uns herzlichst für die sensationelle Organisation sowie die tolle Verpflegung durch die Schleißheimer Schloßpfeiffer, insbesondere bei Flo, Stefan und Netti! Es war eine wirklich gelungene Reise und für alle Beteiligten ein absolutes Erlebnis!

 

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